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Montag, 11. Januar 2016

Lob für die Broschüre »Wiederentdeckt«

Die Broschüre »Wiederentdeckt. Verborgene Schätze der Ostrock-Geschichte« erzeugte bisher ein sehr gutes Echo. Hier die ersten beiden Meinungen, die ich per E-Mail erhielt:


»Ich bin ich Ihnen für manch geweckte Erinnerung und die eine oder andere Entdeckung meinen Dank schuldig. Das wird wohl vielen, die Ihre Texte lesen, ähnlich gehen. ...
So habe ich nicht nur die LGT 1 mal wiedergehört, sondern bei YouTube auch die Progress Organization gefunden. Wow, und das gab es Anfang der 1970er-Jahre bei den Nachbarn! Ich hab’ seinerzeit oft und gern über die Grenzen hinweg gehört – in Bautzen wurden damals im »Libresso« ja tschechische und polnische Platten verkauft. Aber diese Gruppe ist mir nie untergekommen.
Anders bei Skaldowie. Die osteingedeutschten »Skalden« habe ich nur über das wahrgenommen, was so im Rundfunk lief. Und mich nicht vom Hocker riss. So höre ich nun also nach weit über vier Jahrzehnten deren »Krywan«-LP bei YouTube. Besser spät, als nie. Denn ich hätte etwas verpasst. ...
Geärgert habe ich mich allerdings auch. Nicht über Ihre Texte, sondern weil ich vor vielen Jahren die vorgestellte Matadors-LP in meiner Sammlung hatte – aber dann aussortierte. ... Jetzt wäre sie der Anfang meiner kleinen Radim-Hladík-Sammlung. Dumm gelaufen.
Okay, es macht eben immer wieder Spaß, die alten Platten rauszukramen und aufzulegen. Und wenn man dann noch so schön dazu animiert wird ... «
Hans-Georg Prause, Redakteur, Bautzen


»Eine feine Broschüre haben Sie da herausgebracht, thematisch gut gewählt, fundiert geschrieben, längst überfällig. Gratulation!«
Manfred Richter, Geschäftsführer, Dresden

Donnerstag, 27. Februar 2014

Mathias Bäumels Buch »Velemir Dugina – Eine Spurensuche« auf der Leipziger Buchmesse 2014

Die für ihre exzellente buchgestalterisch-grafische Qualität bekannte Edition Zwiefach Berlin präsentiert zur Leipziger Buchmesse 2014 auch einige edel designte Bücher aus dem kleinen Dresdner Verlag SchumacherGebler, darunter auch Mathias Bäumels »Velemir Dugina – Eine Spurensuche«. Die Edition Zwiefach, ein Unternehmen des berühmten Buchgestalters und Kalligrafen Heinz Hellmis und der Künstlerin Linde Kauert, ist auf der Buchmesse direkt neben dem Stand der ARD in Halle 3, Stand D 504, zu finden.

Zum Inhalt:
Ein einzelner Grabstein auf einem unscheinbaren, winzigen Friedhof auf der Adriainsel Cres wurde zum Ausgangspunkt einer Spurensuche. Wer war dieser »Professor Violine«, wie der auf dem Stein mit einem vergilbten Foto in Erinnerung gehaltene junge Mann genannt wurde? Der in Australien geborene und in Rijeka und Triest aufgewachsene Musiker Velemir Dugina setzte Anfang 1987 seinem Leben 29-jährig ein Ende. Der Autor dieses Büchleins versucht, mit Hilfe nur weniger Anhaltspunkte und Informationen das kurze Leben des Violinisten und Komponisten wenigstens in groben Umrissen zu rekonstruieren. Herausgekommen ist nicht nur eine fragmentarische biografische Skizze eines Musikers, der sich wie die allermeisten seines Faches jenseits des Star-Zirkusses hingebungsvoll seinem künstlerischen Beruf widmete, ohne je berühmt zu werden. Entstanden ist durch die Nachzeichnung dieses Schicksals auch ein angedeutetes Bild des kulturellen und historischen Reichtums einer Region, die sich von Friaul Julisch-Venetien über Triest bis hinein in den Kvarner Golf und darüber hinaus erstreckt.

Das Echo:
Der Titel erzeugte bisher ein ansehnliches Echo. Rezensionen erschienen in der »neuen musik zeitung«, in den Dresdner Neuesten Nachrichten, im Internetportal »Musik in Dresden«, in der angesehenen Triestiner Zeitung »Il Piccolo«, in der Beilage »Istra Plus« der Zeitung »Glas Istre«, die im istrischen Pula herausgegeben wird, sowie eine kleine Annotation im Dresdner Stadtmagazin SAX.
Besprochen wird das Buch im Weblog Ramble Tamble des Triestiner Journalisten Carlo Muscatello.
Erwähnt wird das Buch nochmals im selben Weblog anlässlich einer Fotoausstellung zu Dugina mit Fotos von Magrit Dittmann-Soldicic.
Das Internetportal STIPvisiten lobt nicht nur das Büchlein an sich, sondern vor allem auch Haptik und Buchgestaltung.

Zum Autor:
Mathias Bäumel schreibt seit den 1980er-Jahren Beiträge über Jazz, Rock und die Verbindung von Musik zu anderen Künsten für Tageszeitungen, Jazzmagazine, CD-Cover und Bücher.

Zur Buchgestalterin:
Kerstin Hübsch ist studierte Diplomdesignerin. Sie arbeitet auf den Gebieten der Werbegrafik und des Corporate Design sowie des Ausstellungsdesigns, in den letzten Jahren vor allem im Bereich der Buchgestaltung. Neue Wege ging sie beim grafischen Entwurf von Geschäftsberichten für große Unternehmen. Hier arbeitete sie mit Künstlern wie Wolff-Ulrich Weder, Frank Voigt, Inge Thiess-Böttner, Claus Weidensdorfer und Hernando León zusammen und schuf auf diese Weise künstlerisch hochwertige und typografisch liebevoll gestaltete Produkte.

Mathias Bäumel: »Velemir Dugina – Eine Spurensuche«, Verlag SchumacherGebler Dresden 2013, ISBN: 978-3-941209-27-5
12,95 Euro

Das Buch ist im Dresdner Buchhandel sowie im Dresdner Jazzclub Tonne zu beziehen bzw. überall bestellbar.

Seiner Thematik wegen ist das Buch zweisprachig – deutsch und italienisch – geschrieben und deswegen auch in verschiedenen Buchläden in Triest (vor allem Libreria »In der Tat« Triest) im Angebot.

M. B.

Dienstag, 20. Juli 2010

Broschüre zum »Tonne«-Jazz rund um die politische Wende im Oktober 1989 liegt vor

Mit »Streiflichter. Erinnerungen und Überlegungen zum Jazz in Dresden rund um die politische Wende« hat der Jazzclub Neue Tonne eine Broschüre veröffentlicht, die versucht, sowohl die Ereignisse rund um die »Tonne«-Konzerte der damaligen IG Jazz Dresden im Oktober 1989 und die Erinnerungen einiger Musiker dem Vergessen zu entreißen als auch Antworten auf die Frage zu finden, welche Rolle die die DDR-Kulturpolitik oder gar die Staatssicherheit bei der Übernahme der Gewölbekeller unter der Ruine des Kurländer Palais durch die IG Jazz am Ende der siebziger und am Anfang der achtziger Jahre spielte.

Zugleich ist die Broschüre abschließender Teil des Projektes »Wendejazz – Jazz in Dresden rund um die politische Wende 1989«, das aus dem Programm »20 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit« der Sächsischen Staatskanzlei gefördert worden war und in dessen Rahmen zwei Konzerte im Oktober 2009 sowie eine Ausstellung im Jazzclub Neue Tonne bis Ende 2009 stattfanden. Auch Vorträge und eine Webseite zählten zum Projekt.

Die unter Verwendung von Handzeichnungen des 1999 verstorbenen Dresdner Künstlers und Jazzfreundes Jürgen Haufe von Kerstin Hübsch (Grundsatz Grafikdesign) anspruchsvoll gestaltete Broschüre verdeutlicht, dass die damalige IG Jazz Dresden in den Jahren vor der politischen Wende als Jazzveranstalter durchaus zu den Nutznießern der Kultur- und Sicherheitspolitik der DDR zählte, keinesfalls »zu den Benachteiligten oder gar Unterdrückten«. Die Veröffentlichung verweist aber ebenso darauf, dass diese Konstellation durchaus auch zum Nutzen der Jazzfans und guter, internationaler Jazzmusik funktionierte: So manches wilde, interessante Konzert mit Musikern aus dem westlichen Ausland durfte stattfinden, weil es jazz-nahen Kulturfunktionären oder gar IMs gelungen war, »nach oben« das Misstrauen zu zerstreuen. Beschrieben wird anhand einiger weniger Beispiele auch, mit welch perfiden Methoden die Stasi Andersdenkende auch im Jazzbereich »zersetzen« wollte.
Der dokumentarische Teil der Veröffentlichung ruft zwei Konzerte in der alten »Tonne« im Oktober 1989 in Erinnerung und verdeutlicht, wie die Jubiläumskonzerte zwanzig Jahre danach im Oktober 2009 jene von 1989 konzeptionell aufgegriffen und weiterentwickelt haben.

Mathias Bäumel

Jazzclub Neue Tonne Dresden e. V. (Hrsg.): Streiflichter. Erinnerungen und Überlegungen zum Jazz in Dresden rund um die politische Wende, Dresden 2010, 56 Seiten, ISBN 978-3-941209-04-6

Bezug über www.jazzclubtonne.de oder, ab September 2010 wieder, zu Konzerten im Jazzclub Neue Tonne oder bei Sweetwater, Friedrich Wieck Str. 4, 01326 Dresden.
Spende an die »Tonne« ab 5 Euro pro Heft willkommen.